Sonntag, 04.02.2018

Allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung (SWE)

Die Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) bezeichnet in der Psychologie  die eigene Erwartung, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können. Auf dieser Grundlage wird seit rund 20 Jahren mit einer psychometrischen Skala, die 10 Items für die Erfassung von allgemeinen optimistischen Selbstüberzeugungen enthält, die Eigen-Kompetenz schwierige Situationen zu meistern, gemessen.

Die Items dieses Testverfahrens

  1. Wenn sich Widerstände auftun, finde ich Mittel und Wege, mich durchzusetzen.
  2. Die Lösung schwieriger Probleme gelingt mir immer, wenn ich mich darum bemühe.
  3. Es bereitet mir keine Schwierigkeiten, meine Absichten und Ziele zu verwirklichen.
  4. In unerwarteten Situationen weiß ich immer, wie ich mich verhalten soll.
  5. Auch bei überraschenden Ereignissen glaube ich, daß ich gut mit ihnen zurechtkommen kann.
  6. Schwierigkeiten sehe ich gelassen entgegen, weil ich meinen Fähigkeiten immer vertrauen kann.
  7. Was auch immer passiert, ich werde schon klarkommen.
  8. Für jedes Problem kann ich eine Lösung finden.
  9. Wenn eine neue Sache auf mich zukommt, weiß ich, wie ich damit umgehen kann.
  10. Wenn ein Problem auftaucht, kann ich es aus eigener Kraft meistern.

werden durch den Probanden mit (1) stimmt nicht, (2) stimmt kaum, (3) stimmt eher, (4) stimmt genau bewertet.

Der individuelle Testwert wird durch das Aufsummieren aller zehn Antworten ermittelt, so dass ein Score zwischen 10 und 40 resultieren muss. Ein hoher Score steht dabei für eine hohe optimistische Kompetenzerwartung, für das Vertrauen darauf, schwierige Situationen aus eigener Kraft zu meistern. In bisherigen Studien liegt der Mittelwert meist bei 29.

SWE ist für den Einsatz bei Jugendlichen ab 12 Jahre bis ins hohe Alter geeignet.